DEKRA Vision Zero

„Vision Zero“ – dieser Begriff fällt oft, wenn es um die qualitative Beschreibung von Verkehrssicherheit geht. Das Konzept meint: Jeder kommt an, keiner kommt um. Von dieser Vision sind wir zwar insgesamt noch relativ weit entfernt. Trotzdem ist sie keine Utopie. Es gibt viele Städte, die dieses Ziel in den letzten Jahren schon erreicht haben – in Europa, aber auch in den USA und Japan.

Während der Arbeit am DEKRA Verkehrssicherheitsreport 2014 zum Thema „Urbane Mobilität“ hat die DEKRA Unfallforschung die Unfallstatistiken von zunächst 17 europäischen Ländern der Jahre 2009 bis 2012 ausgewertet. Schon bei dieser ersten Auswertung zeigte sich, dass hunderte Städte mit mehr als 50.000 Einwohner schon in mindestens einem Jahr das Ziel von null Verkehrstoten erreicht hatten. 16 dieser Städte verzeichneten keinen einzigen Verkehrstoten während des gesamten Zeitraums. Auch unter den größeren Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern oder mehr als 200.000 Einwohnern gab es schon entsprechende Erfolge.

Diese Erkenntnisse wurden im DEKRA Verkehrssicherheitsreport 2014 veröffentlicht und anschließend in dieser interaktiven Karte anschaulich gemacht. Seitdem sind nach und nach weitere statistische Daten eingearbeitet worden. Es kamen weitere Länder hinzu, nicht nur in Europa: Auch in den USA und in Japan gibt es Beispiele von Städten, die das Ziel von null Verkehrstoten schon erreicht haben. In der interaktiven Karte lassen sich durch unterschiedliche Filter einzelne Jahre, einzelne Länder oder Städte bestimmter Größen detailliert analysieren.

Die Zahlen zeigen insgesamt, dass die „Vision Zero“ keine Illusion, sondern in den urbanen Lebensräumen erreichbar und in vielen Städten schon heute Wirklichkeit ist. Umso mehr müssen die Anstrengungen weitergehen, von den erfolgreichen Städten zu lernen, die Verkehrssicherheit weiter zu verbessern und der Vision immer näher zu kommen – auch im Hinblick auf die Schwerverletzten.

Die interaktive Karte zeigt nicht nur die ursprünglich untersuchten 17 Länder, sondern wird nach und nach um weitere Daten erweitert.